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Steuern / Einkommensteuer 
Donnerstag, 02.12.2021

Kinderbetreuungskosten steuermindernd geltend machen

Kosten für die Kinderbetreuung können bis zu einer Höhe von zwei Dritteln, jedoch maximal bis 4.000 Euro je Kind, als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Die Kosten müssen durch eine Rechnung und die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung nachgewiesen werden.

Berücksichtigt werden Betreuungskosten für Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Behinderte Kinder werden berücksichtigt, wenn ihre Behinderung vor dem vollendetem 25. Lebensjahr eingetreten ist und sich die Kinder wegen der Behinderung nicht selbst „unterhalten können“, also nicht selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Ist die Behinderung vor dem 01.01.2007 eingetreten, werden auch Kinder berücksichtigt, deren Behinderung vor dem 27. Lebensjahr eingetreten ist.

Der Höchstbetrag wird bei zusammen veranlagten Eltern nicht verdoppelt. Er gilt bei diesen auch dann, wenn ein Elternteil sämtliche Aufwendungen getragen hat. In diesem Fall werden die Kosten ganz bei diesem Elternteil bis zum Höchstbetrag von 4.000 Euro abgezogen. Bei Eltern, die nicht zusammen veranlagt werden, wird der Höchstbetrag halbiert. Die Eltern können aber einvernehmlich eine andere Aufteilung beantragen. Dies ist sinnvoll, wenn der Höchstbetrag bei einem Elternteil nicht ausreicht und bei dem anderen Elternteil nicht ausgeschöpft wird. Bei einem Elternpaar, das entweder gar nicht oder nur zeitweise zusammengelebt hat, ist die Finanzverwaltung kleinlich. Hier gewährt sie den Höchstbetrag nur insgesamt einmal, statt ihn jedem Elternteil zu gewähren. Der Höchstbetrag wird nicht zeitanteilig gekürzt, wenn im Kalenderjahr Kinderbetreuungskosten nicht regelmäßig und über das ganze Jahr verteilt angefallen sind. Es handelt sich um einen Jahresbetrag. Es werden nur die Kosten für den Zeitraum berücksichtigt, in dem die Voraussetzungen vorlagen.

Über weitere Details informiert Sie Ihre Steuerberaterin bzw. Ihr Steuerberater.

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